Apsis mit Josephsaltar

Im Anschluss an das 4. Joch springen wir zurück ins rechte Seitenschiff und schließen dieses ab.
Die Apsis mit dem Josephsaltar thematisiert die Abstammung Josephs anhand des Bildmotivs der Wurzel Jesse. Diese stellt die Abstammung aus dem Hause des Königs David als Lebensbaum dar, ausgehend von Jesse, dem Vater Davids, des Königs von Juda und Israel. 
Da der Stammbaum ellenlang ist, fällt die Entscheidung auf 4 Könige: David, Salomon, Asa und Ezechias ( plus Jesse). So der 

Plan.

 

rechts: die Ausgangssituation

Wir arbeiten uns sowohl von oben als auch von unten vor.
Oben im Deckengewölbe werden die Figuren skizziert, im unteren Bereich wird die Steinarchitektur angelegt. 

Wo nix ist, hier im Beispiel keine Sandsteinbrüstung unter dem Wanddurchbruch, da wird die malerische Illusion erschaffen – jetzt ist da was ( Bild rechts).

 

 

 

         hier ist noch nix                                              jetzt ist da was!

Im Deckengewölbe werden die 4 ausgewählten Könige plaziert, umrankt und miteinander verbunden durch die Wurzel Jesse. Über den Häuptern der Könige bildet eine stilisierte Lilie, gewachsen aus dem Josephsstab, den krönenden Abschluß.


Von links nach rechts:   
David, Salomon, Asa und Ezechias

Die Säulen, Kapitelle und Rippen bekommen eine Sandsteinstruktur, die im oberen Teil von einem zweifarbigen Zierband abgöst wird.

Mit einer Darstellung Marias, umgeben von einem Strahlenkranz im letzten Abschnitt des Deckengewölbes, 
schließt sich der Kreis.

Letzte Pinselstriche ..letzte  Ideen und dann ist das Werk vollendet, denn bald ist 
Weihnachten ;-)

Der Altar steht wieder am gewohnten Platz und Joseph fühlt sich wohl im Kreise seiner Vorfahren. Ausgesuchte Details laden zum Betrachten ein.

2021 | 3 Joch / rechtes Seitenschiff

 

 

 

links: die Ausgangssituation im 3. Joch mit z.T. bereits gespachtelten Flächen.

 

Im Bild sehen wir eine Seitenwand mit Nische. Normalerweise steht hier der heilige Augustinus auf einem Sockel. Er musste kurz weichen –  wegen der Arbeiten 
und außerdem wird er restauriert.

Wand und Nische werden mit Steinarchitektur versehen, die Decke getupft und für die Rippen haben wir diesmal einen kräftigen Rotton gewählt, der von einem schwarzweißen Würfelband umschlossen wird.
Die Nische bekommt einen Ausblick (thematisiert werden 2 Szenen aus dem Leben des Augustinus) und wird umrahmt von dunkelrotem Ziegelstein.

Das Rot der Rippen bildet einen kontrastreichen Untergrund für Weinblätter und Weizengarben, die sich am höchsten Punkt des Kreuzgewölbes verbinden.. 
Dahinter ergießt sich kaskadenartig der Weizen und bildet mit seinen auslaufenden Strahlen fast eine malerische Dachkonstruktion.

Auch Augustinus hat seinen Platz gefunden, mit neuer Konsole und phantastisch restauriert.

 

Beide Photos : Dr. M. Charlier

2020  |   2. Joch / rechtes Seitenschiff

Wir übernehmen die Steinarchitektur aus dem 1.Joch und schaffen so einen angemessenen Hintergrund für die Kreuzwegstationen 3-6. Die Bögen und Pfeiler werden mit rotem Sandstein versehen.

Die Decke wird zweifarbig getupft und die gewölbeunterteilenden Randstreifen angelegt.
Auf blauem Untergrund entstehen Lilien – und Rosenranken die sich weiter oben kreisförmig vereinigen.

An der Eleganz auf der Leiter arbeiten wir noch 😉

oben : Photo Dr. M. Charlier

 

Strahlenförmig von der Mitte des Deckengewölbes ausgehend, erscheinen Bienenwaben in warmen Gelb – und Ockertönen, die von genau 12 Bienen * eifrig umschwärmt werden.

Anmerkung: 

* 12 Bienen

60 Rosen 

( ohne Knospen! ),

 sowie 28 Lilien

 

 

links: eine Skizze

2019 | 1. Joch im rechten Seitenschiff

Die Ausgangssituation im rechten 

Seitenschiff, 1. Joch.

Rechts der Beichtstuhl, geradeaus in der Wandnische verliert sich der hl. Nepomuk auf einer großen und kahlen Fläche. Insgesamt wirkt der Raum recht kühl und wenig einladend.

Wir übernehmen die Steinarchitektur aus dem Hauptschiff.
 

An der Decke entstehen Efeu – und – Stechpalmenranken, 

harmonisch angereichert mit allerlei Getier, bezugnehmend auf die christliche Symbolik.

In Blickrichtung öffnen wir das Fenster und erschaffen eine 

Aussicht auf die Prager Karlsbrücke.

In die Wandnische konstruieren wir ein dreiteiliges Masswerkfenster in Anlehnung an die vorhandenen Original – Kirchenfenster, eingerahmt von 
dunkelrotem Ziegelstein.


Die Figur des hl. Nepomuk betrachtet, vom gewohnten Standort aus, den Fortschritt der Malerei.

Die Deckenmalerei wird fertiggestellt. Efeu – und – Stechpalmenranken verbinden sich im höchsten Punkt des Kreuzgewölbes zu einer Einheit. 

Und selbst die Kirchenmaus wagt einen Blick auf die künstlerisch gestaltete Umgebung.

Grooossartig ! . . . . . .
gestaltet sich die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den Bewohnern des Institutes.
Wir bedanken uns für das lebendige Interesse an unserer künstlerischen Arbeit, die friedvolle, herzliche Atmosphäre, die aufmerksame Fürsorge und Pflege der Künstler… 
die besten Voraussetzungen für die Entstehung eines Werkes, dass alle Beteiligten mit Freude erfüllt.

2018 |  Ausmalung der Kirche St. Afra | Institut St. Philipp Neri

Nachdem wir 2018 im Hauptschiff der Kirche die Wände mit Steinarchitektur, die Bögen mit rotem Sandstein, versehen hatten, begaben wir uns im Mai 2019 an die Gestaltung der Seitenschiffe.

2018 | Ausmalung der Marienkapelle

 

Der Gebäudekomplex des St. Afra-Stifts, ein mit roten Backsteinen verkleiderter bzw. weiß verputzter Mauerwerksbau im Bezirk Mitte, Berlin, besteht aus einem in die geschlossene Blockrandbebauung eingebundenen fünfgeschossigen Wohnhaus, zwei Seitenflügeln und Quergebäuden. In einem dieser Quergebäude ist die dreischiffige Hallenkirche integriert.

Beeindruckend ist der zweischiffige Gewölbegang, der vom seitlich gelegenen Eingangstor zum Querflügel führt und den beschaulichen Innenhof erschließt. 

Auf dem Innenhof erkennt man links  einen rundgemauerten Turm (ehemals ein Treppenhaus), mit Zugang vom Gewölbegang.
Hier befindet sich heute die Marienkapelle.

Ausgangssituation:
Weiß verputzte dreiviertel- Apsis mit auf dem Boden aufsitzendem Spitzbogenfenster, welches durch den Altartisch größtenteils verdeckt ist.

Vorgabe des Auftraggebers:
Die flache Decke als Gewölbe andeuten. Im oberen Wandabschnitt drei Fenster mit Darstellungen der drei Marienwallfahrtsorte Tschenstochau, Loreto und Altötting. Darunter eine Draperie aus blauem Stoff.

Unsere Lösung:
Decke nach oben öffnen. Gewölbe reduziert auf fünf Gewölbestreben mit Blick zum Himmel. Die drei Marienwallfahrtsorte unterteilt durch Säulen, darunter die Draperie. Marienstatue höher positionieren auf Konsole über Spizbogenfenster. Altartisch mittig öffnen, um das Fenster einzugliedern und dem Raum mehr Licht zu geben. 

Während an der Decke das Himmelsgewölbe entsteht, wird der Eingang zur Kapelle mit Scheinarchitektur versehen.

Das Deckengewölbe
Ein bis auf die wesentlichen Bestandteile reduziertes Deckengewölbe öffnet den Raum nach oben.
Mittig ein Schlussstein mit stilisierter Lilie. Das sich anschließende Gesims wird von vier Rundsäulen getragen, die die Aussicht auf die gewünschten Wallfahrtsorte Altötting, Loreto und Tschenstochau freigeben

Darunter eine Draperie in Blau: Borte, Schabracke und Vorhang
Um die Architektur des Raumes abzurunden, stößt der Vorhang im unteren Bereich auf rundgemauerte Steinquader.
Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt war die Perspektive. Durch die Rundung des Raumes, konnte auf die üblichen Hilfsmittel, wie Schnur und Lineal, nicht zurückgegriffen werden. D.h. sportliche Betätigung war hier Programm -immer heiter, rauf und runter von der Leiter.

 

 

 

 

 

Und zum Schluß noch eine Widmung. Der hierfür gewünschte Text wurde in die Draperie integriert.

Ein Projekt, das uns am Herzen liegt.


Entstanden in schöner Umgebung, inspirierender Atmosphäre, umgeben und umsorgt von lieben Menschen die hier leben und wirken.


Eine Insel der Ruhe, mitten im Großstadtgetöse.

2019 | Einweihung der Marienfigur / Bildnis St. Philipp Neri

 

Am 15. August 2019 zu Maria Himmelfahrt feierte das Institut St. Philipp Neri sein 15jähriges Bestehen.

Zu diesem feierlichen Anlass wurde in unserem Atelier eine Marienfigur in Ton modelliert und im Anschluss in Gips gegossen. 
Die farbliche Fassung wurde der Kapelle harmonisch angepasst.

 

Fast zur gleichen Zeit wurde im Innenhof

ein Portrait des hl. St. Philipp Neri, Patron des Instituts, an die Wand gemalt.

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