Kirchenmalerei im Institut St. Philipp Neri – Berlin

Ausmalung der Marienkapelle und der Kirche St. Afra
2025 | Ausmalung der Apsis im Hauptaltar
im Institut St. Philipp Neri, Berlin

Die großzügige Spende in Form eines Gerüstturms kommt  wie gerufen, denn wir wollen hoch ninaus. 
Hier oben entsteht ein blauer Nachthimmel mit vergoldeten Sternen. Für das Nachthimmel - Blau haben wir zwei Farbtöne anmischen lassen, inspiriert durch Giotto`s Farbgebung in der Scrovegni - Kapelle in Padua. 
 

 

Die Verteilung der Sterne wird am Boden ausprobiert, um sie dann später oben an der Decke richtig zu plazieren. 
Dabei gestaltet sich, wie dass bei gewölbten Deckenabschnitten nun mal  so ist, die Übertragung recht sportlich. 

 

 

links: Photo ISPN

Glücklicherweise werden wir in der ersten Phase von unserem Sohn David unterstüzt Wir bleiben am Boden und delegieren die richtige Anordnung. Das klappt ganz vorzüglich ;-)
Die Sterne sind verteilt, nun wir der Deckenhimmel mit den zwei Blautönen getupft. Bei dem ausgesparten Kreis handelt es sich nicht, wie von aufmerksamen Beobachtern vermutet, um einen Mond - nein, hier ist der Platz für den Pantokrator.

Während im Deckenbereich weitergearbeitet wird, legen wir im unteren Bereich die Scheinarchitektur an.

In die 5 Felder zwischen den Säulen sind Steinnischen mit Leidenswerkzeugen, den sogenannten Arma Christi, geplant. 

Weiter oben, zwischen den Fenstern wiederholen wir die Steinarchitektur.

Bei der Gestaltung der Säulen haben wir uns während der Arbeiten, für eine aufwendige, farbige Gestaltung entschieden. Im späteren Verlauf wiederholt sich diese Farbgebung im oberen Teil der Rippenbögen.

making-off...

Der Nimbus des Pantokrators wird blattvergoldet...und dann

irgendwann war`s vollbracht

und höchste Zeit, 

denn Weihnachten steht vor der Tür.

Apsis mit Marienaltar

Im Anschluss an das 5. Joch , linkes Seitenschiff, widmen wir uns dem Marienaltar. 


Die baulichen Begebenheiten sind die gleichen wie im Josephsaltar, nur gespiegelt.

Diese Apsis thematisiert, neben dem Moment vor der Vertreibung aus dem Paradies, das Leben vier bedeutender Frauengestalten aus dem Alten Testament. Rebekka, Ruth, Judith und Esther sind die Auserwählten Diesen Vieren ordnen wir die entsprechenden Kardinalstugenden zu. 
Hierüber entzünden sich wilde Diskussionen wem welche zugeordnet werden soll. Man sieht, wie überaus interessant sich die Malerei in einer Apsis gestalten kann. 

Wir beginnen unsere Arbeiten mit dem Paradies und zeitgleich legen wir die Scheinarchitektur von unten nach oben an. 

 

Im Bild rechts erkennt man die Aufteilung des Deckengewölbes.

Der untere Bereich, der Apsis, wie gewohnt, Mauerwerk, Rippen und Pfeiler werden mit rotem Sandstein versehen. 
Oben im Deckengewölbe konstruieren wir vier Dreipässe zur Einrahmung der Figuren. 
Das 5. Segment ist reserviert für Christus, der zürnt vom Himmel herab gen Adam und Eva und vertreibt sie aus dem Paradies. 

In die Dreipässe skizzieren wir die Frauenfiguren mit entsprechenden Attributen.(denen nun die 
vier Kardinalstugenden zugeordnet werden. 
 

Klugheit (- Rebekka ),    Mäßigung ( - Ruth ),     Mut/Tapferkeit (- Judith) und     Gerechtigkeit (- Esther )

 

ein paar Arbeitsphotos....

unten einige paradiesische Details...

Stilisierte Pfauenfedern zieren die Gewölbezwickel. Achtstrahlige, blattvergoldete Sterne (-Mariensterne) dienen als dekorative Elemente.... und

bald ist Weihnachten.

5. Joch – das Sakrament der Taufe

Nach ausführlichem Austausch über Thema und anzuwendende Symbolik, begeben wir uns inspiriert an die Arbeit. Unsere Aufgabe besteht darin, das Besprochene in Bilder umzusetzen.

 

 

 

Links: Situation vorher. Die Scheinarchitektur ist bereits angelegt. 

Rechts, die fertige Sonne, die sich flammend vom Gewölbezentrum ausbreitet. Ausgeführt in vielen übereinander liegenden Lasurschichten erhalten wir einen warm leuchtenden Effekt.

Am Fuße der Gewölberippen ist das Element Wasser in Anspielung auf das Taufbecken in Mosaikoptik (z.T. blattvergoldet) ausgeführt. Von hier aus verläuft ein grünes Zierband bis mittig über den Bogen. Kleine, stilisierte Symbole, (Muschel und Brunnen) runden die Gestaltung im unteren Bereich des Gewölbes ab. Palmwedel und Mariendistel ranken empor, ein Adler fliegt im Wolkenhimmel in Richtung Sonne, wo er verbrennt, um wiedergeboren zu werden.

… und ja, der Distelfink. Symbolträchtig bis unter den zarten Flaum. Dieser Vogel ernährt sich von Distelsamen, also von einer Pflanze, die auf die Passion Christi verweist. Ist das schön.

2022| 4. Joch / linkes Seitenschiff

 

Im linken Seitenschiff gibt es momentan nur 2 Joche, das 4. befindet sich unmittelbar vor dem Marienaltar.
Daher ist hier die Farbgebung und Symbolik entsprechend ausgerichtet.

Vorherrschende Farbe ist Blau, 

und zwar das Marianische!

 

 

Wie bei den anderen Jochen macht die Steinarchitektur und die Sandsteinoptik der Pfeiler und Bögen den Anfang..

 

Und nun das Blau
 

Zu diesem Thema entfachte sich eine leidenschaftliche Diskussion, die dazu führte mit vier Farbtönen zu arbeiten.  So waren alle zufrieden und das Ergebnis war phantastisch.

 

Von den Rippen, bestückt mit Olivenzweigen und Granatäpfeln, arbeiten wir uns vor zum Mittelpunkt des Kreuzgewölbes.
Hier entsteht ein achtstrahliger Stern, von einem Kreis umgeben.      links:Ausschnitt
 

An diesem endet das Motiv der Rippen und wird fortgeführt als bronzefarbenes Ornament (auf dem 4-fach getupften Blau kommt es natürlich wunderbar zur Geltung).

noch ein paar Details

Jedesmal, wenn wir in der Kirche arbeiten, geniessen wir die angenehme Atmosphäre, das herzliche Miteinander und die leidenschaftlichen Diskussionen. All das trägt dazu bei, dass wir hier, in harmonischer Zusammenarbeit ein Werk schaffen können, das einzigartig ist.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.